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Schlammbehandlung
Jedes Jahr fallen in der Abwasserreinigungsanlage mehr als 150.000 m³ Klärschlamm an. Dieser Schlamm wird in die beiden beheizbaren Faultürme gepumpt und dort bei Temperaturen von etwa 36 °C ausgefault. Durch die sich bereits im Klärschlamm befindlichen Bakterien bildet sich Methangas. Nach 20 bis 30 Tagen ist der Schlamm ausgefault. Das Faulgas wird in einem Gasbehälter zwischengelagert und anschließend im anlageninternen Blockheizkraftwerk in Wärme und elektrische Energie umgewandelt.
Der ausgefaulte Restschlamm – jeden Tag sind es zwischen 300 und 400 m³ – wird in der Schlammentwässerung durch zwei Hochleistungszentrifugen auf einen Wassergehalt von ca. 70 Prozent gebracht. Das entspricht einer Masse von etwa 30 Tonnen am Tag. Die Zentrifugen entwässern bei rund 3.200 Umdrehungen pro Minute jeweils ca. 40 m³ Schlamm pro Stunde.
Der entwässerte Schlamm wird nach dem Entwässerungsprozess in einem unterfahrbarem Silo zwischengespeichert und täglich vom Verwerter abgeholt. Jährlich werden ca. 10.000 entwässerter Klärschlamm zur thermischen Verwertung abgegeben.
Das beim Entwässerungsprozess anfallende Wasser (Zentrat) wird wegen des hohen Stickstoffgehaltes dosiert der biologischen Reinigungsstufe wieder zugegeben.

