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Wohin mit dem Regenwasser?
Es ist Ressource und Risiko zugleich: Regenwasser ist für Pflanzen und unser Stadtklima enorm wichtig, kann im Übermaß – bei Starkregen – aber auch zur Gefahr für Menschen, Tiere und Gebäude werden.
Im Trennsystem, also bei einer getrennten Sammlung von Regen- und Schmutzwasser, wurde das Regenwasser traditionell möglichst schnell in das nächste Gewässer geführt. Eine Regenwasserkanalisation kann allerdings nicht darauf ausgelegt werden, jeden Regen aufzunehmen: Einerseits wäre der Platzbedarf dafür zu groß, andererseits würden die Kosten das vertretbare Maß deutlich übersteigen. Um die Regenwasserflut bei einem starken Regenereigniss abzupuffern, wurden deshalb Rückhaltebecken gebaut – große Erdbecken, die den Regen kontrolliert an das Kanalnetz abgeben.
Dies entspricht allerdings nicht mehr der heutigen Denkweise, denn durch die Klimaveränderungen wird zunehmend deutlich, wie wichtig es ist, das Regenwasser in dem Gebiet zu belassen, indem es fällt. Die Versiegelung von neuen Flächen, zum Beispiel in Neubaugebieten oder bei Bauvorhaben innerhalb des Bestands, verhindert das Versickern von Niederschlägen in den Boden. Das oberflächlich abfließende Wasser steht Pflanzen und Menschen nicht als neu gebildetes Grundwasser zur Verfügung und kann auf seinem Fließweg zusätzlich noch Schäden anrichten. Auch die Hochwassersituation für flussabwärts der Leine gelegene Städte und Kommunen verschlimmert sich, wenn Regen abgeleitet wird, statt zu versickern. Mit der Zunahme von Starkregenereignissen durch den Klimawandel gewinnt daher heute und in Zukunft das Management von Regenwasser im kleinen und großen Maßstab enorm an Bedeutung.
Versickern und nutzen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, im städtischen Raum eine naturnahes, nachhaltiges Regenwassermanagement zu betreiben. Viele davon finden auch bereits in Göttingen Anwendung!







