In Göttingen entwässern die Kanäle im sogenannten Trennsystem. Schutzwasser wird in einem großen Kanalnetz von ca. 350 km bis zur Kläranlage transportiert, dort gereinigt und in die Leine geleitet.
Für Regenwasser bestehen viele kleine Netze, die etwa die Länge des Schmutzwassernetzes haben. Der Unterschied ist, dass das Regenwasser nicht in die Abwasserreinigungsanlage mündet, sondern dass die Ausläufe in die Bäche und Flüsse innerhalb der Stadt münden. Steigt das Wasser, z.B. bei einem Hochwasser in der Leine, kann dieses zurück in das Regenwassernetz stauen und dort oberirdisch für Überflutungen sorgen. Dagegen hilft ein spezieller Rückstauschutz.
Das Ziel der GEB ist es, den Schutz dieser Ausläufe vor Hochwasser zu verbessern. Deshalb werden die vorhandenen Ausläufe nach und nach verstärkt und vor eindringendem Hochwasser gesichert. Betroffen sind ca. 30 Ausläufe entlang der Leine. Dazu zählen auch die Regenwasserausläufe im Blümchenviertel.
Der Schutz des Blümchenviertels wird zukünftig durch vier Bauwerke gewährleistet. Die Baumaßnahme beginnt in dieser Woche (KW 42). Gestartet wird am Nelkenwinkel. Im Frühjahr 2026 werden die Arbeiten am zweiten kleineren Bauwerk am Hagenweg fortgeführt. Danach folgen in den darauffolgenden Jahren die Bauwerke am Narzissenweg und am Rosenwinkel.
Während der Baumaßnahme wird der Rad- und Gehweg entlang der Leine in diesem Bereich gesperrt. Eine Umleitung für den Rad- und Fußgängerverkehr ist ausgeschildert. Sie führt vom Hagenweg über den Tulpenweg und die Pfalz-Grona-Breite durch den Nelkenwinkel in den Rosenwinkel.
